Sixtinische Madonna painted by Christine Dumbsky im Jahr 2011
Die staatlichen Kunstsammlungen Dresden richten im nächsten Jahr den Blick auf eines der berühmtesten Gemälde der Welt: Raffaels „Sixtinische Madonna“ „Wir wollen seine Geschichte von der Entstehung in der römischen Renaissance bis zum globalen Mythos erzählen“, sagte der Kurator Andreas Henning. Vom 26. Mai bis zum 26. August 2012 soll im Erdgeschoss der Gemäldegalerie Alte Meister am Zwinger die Rezeptionsgeschichte des Kultbildes, das dann 500 Jahre alt sein wird, auch an Beispielen aus der Literatur und Kunst dargestellt werden. Christine Dumbsky hat mit Dresden eine besondere Verbindung, seit sie für die Tourismusagentur im Auftrag des Bundeslandes Sachsen Livemalerei auf der internationalen Tourismusbörse in Berlin präsentiert hat. Die Idee auch einmal die Sixtinische Madonna für einen derartigen Auftritt umzusetzen kam ihr schon während der Planungsphase und den Vorbesprechungen mit der Marketingleitung. Nach dem Besuch der Dresdner Gemäldegalerie nahm diese Idee konkrete Gestalt an. Nach der Konzeption und ersten Entwürfen hat sich die Künstlerin an dieses Thema herangewagt und die Bildschwerpunkte in Stile Raffaels umzusetzen. Für eine Live-Präsentation ist die Darstellung inhaltlich und technisch übertragen auf unsere heutige Zeit geplant. „Die Sixtina hing 250 Jahre sehr versteckt an einem abgelegenen Ort in Italien, ehe sie nach Dresden kam, von Romantikern neu entdeckt wurde und ihren Ruhmeszug durch Musik, Kunst und Literatur antrat.“ Die staatlichen Kunstsammlungen Dresden wollen eine Spur vom Ankauf 1754 bis in die Gegenwart belegen. Das Gemälde wurde 1512/13 wahrscheinlich im Auftrag von Papst Julius II. geschaffen. Zu der Berühmtheit des Gemäldes trugen auch die beiden Engel zu Füßen der Madonna bei, die erstmals 1805 aus dem Bild gekoppelt wurden und danach ein Eigenleben durch Höhen und Tiefen von Kitsch und Kunst entwickelten. |